Dienstag, 29. Mai 2012

ein befriedigender Lauf - Laufziel Mai erreicht

Heute konnte ich einen sehr schönen Lauf am Alterbach, an der Salzach und durch den Volksgarten zurück nach Gnigl absolvieren. Gut 11 Kilometer bei wunderbarem Laufwetter - trocken, kühl, wenig Wind.
Nicht zu vergleichen mit den Erlebnissen der letzten Woche:
Erst hatte ich keine Zeit zum Laufen. Dann am Mittwoch endlich hinaus, trotz drohender Unwetterfront. Und die ist auch hereingebrochen über mir. Gut 5 Kilometer im ströhmenden Regen, durchmischt mit Hagel, der schon schmerzhaft auf Kopf und Armen zu spüren war. Laufen muss sein, auch wenn ich mal nass werde (die Schuhe haben ja Zeit zum trocknen; hab ja drei Paare hier).
Am Donnerstag gab es dann etwa das gleiche Szenario - drohende Unwetterfront. Laufen? weiß nicht?
Was anderes unternehmen? Ich wollte schon lange mal auf den Nockstein und dachte, dass ich die Strecke schaffe bevor das nächste Unwetter über Salzburg hereinbricht. Damit´s schneller geht, bin ich mit dem Fahrrad, soweit es einigermassen möglich war, Richtung Nockstein aufgebrochen. Alles hat erst mal gut ausgeschaut. Die Radstrecke habe ich schnell zurückgelegt und fast die Hälfte der zurückzulegenden Höhenmeter hinter mich gebracht.
Der Fußweg ging gut. Der Weg von Guggenthal Richtung Nockstein ist wunderbar. Allerdings hat sich das Donnergrollen immer stärker bemerkbar gemacht. Bald sind auch Regentropfen dazu gekommen. Aber etwa ein Drittel der Umgebung hat noch nicht ganz dunkel, bedrohlich und nach Gewitter ausgesehen. Also habe ich den Weg zum Gipel fortgesetzt. Am Steig waren die Wasserspuren des Gewitters vom Vortag deutlich zu sehen. Egal, ich will noch schnell auf den Gipfel und wieder zurück, zumindest bis zum Forstweg, zu meinem Fahrrad, bevor echt das schlechte Wetter zuschlägt.
Mein Wunsch und das Wetter; die waren nicht kompatibel. Kaum, dass ich den Gipfel erreicht hatte, brach das Unwetter herein. Wassergüsse von oben, Blitze, Donner von links und rechts und Hagel noch dazu - Inferno.
Der Steig hat sich in einen Wassergraben verwandelt. Meine Aufmerksamkeit hat sich auf die richtigen Schritte konzentriert. In der Situation wäre ein ausrutschen womöglich fatal ausgegangen. Vor lauter Konzentration auf den Steig, äh, Bach unter meinen Füssen, habe ich eine Abzweigung übersehen. Die Folge davon war, noch mal etwa 50 Höhenmeter zurück, bergauf bei prasselndem Regen, zuckenden Blitzen und Donnerschlägen.
Ich habe mich auf das Wichtige konzentriert - sichere Schritte, alles andere kommt später - nass bis auf die Haut, kalt und auch egal, dass alles in meinen Taschen ebenfalls vollkommen durchnässt wird (ein paar Geldscheine, meine Notfallmedizin, das Handy).
Mehr Sorgen machte mir der Weg - vier mal muss der Bach in der Nocksteinschlucht überquert werden. Hoffentlich ist das Wasser im Bach nicht zu sehr angestiegen. Es ging, nässer konnte ich nicht mehr werden und damit war es egal, ob das Waser über die Knöchel oder bis zu den Knien reichte.
In meinen Gedanken erfand ich ein Scenario, dass dann, wenn ich beim Fahrrad bin, der Regen und Hagel aufhören wird. Es ist nicht eingetreten, so, dass ich auch die Radkilometer bei Unwetter zurücklegen musste.
Aber: Ich bin heil daheim angekommen, die heiße Dusche war wundervoll, das zweite Paar nasser Schuhe ist mittlerweile auch wieder trocken  -  UND ICH WAR ENDLICH AM NOCKSTEIN!
Von allem, was ich bei mir hatte, hat schlussendlich nur noch die Pulsuhr funktioniert - alles andere war abgesoffen (incl. Tacho am Fahrrad und Handy).  -  Ah! noch was hat funktioniert - ICH :-)

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