Sonntag, 6. Mai 2012

Mai - Salzburg Marathon

Nach einer Urlaubswoche verlangt der Job etwas mehr Zeit und mehr als ein Lauf geht sich vor dem Halbmarathon in Salzburg nicht aus.
Der Halbmarathontermin verschiebt sich nicht. Die Wettervorhersage ist nicht unbedingt erfreulich.
Mein Halbmarathon macht mir nicht viele Sorgen. Mehr Gedanken mache ich mir darüber, wie es Michael auf der gesamten Marathondistanz gehen wird. Die Vorbereitungen sind aus meiner Sicht perfekt.
Also - auf zum Salzburg Marathon!
Maria und Christian sind mit dem 5 km Genusslauf dabei. Reini hat sich zum Halbmarathon durchgerungen und Michael für die gesamte Länge entschieden. Ich möchte meinen Anteil für ein erträgliches und doch zufriedenstellendes Tempo auf den 21,1 km beitragen.
Am Vorabend kommt die Schlechtwetterfront mit viel Regen.
Dafür ist der Morgen wunderschön; etwas kühl; kein Wind - ich wünsche mir, dass es länger so bleiben möge.
Wir starten bei schönem Wetter. Für meinen Geschmack sind wir etwas zu weit hinten im Starterfeld. Auf den ersten Kilometern gibt es etwas Gedränge und nicht sehr viel Platz. Aber das Tempo ist gleichmässig und ich finde mich damit ab. Gut so, denn das ist genau das auszuhaltende und doch nicht zu langsame Tempo für uns drei. Auf der weiteren Strecke muss ich nicht viel anpassen. Es geht uns gut.
Und so geht auch die Halbmarathondistanz gut zu Ende. Kurz vor unserem Zieleinlauf wünschen Reini und ich Michael einen guten weiteren Lauf. Und mir gefällt, dass Reini zu einem Zielsprint ansetzt. Natürlich ziehe ich mit und gemeinsam überqueren wir die Ziellinie - schön!
Nach kurzer Pause schappe ich mir mein Fahrrad und mache mich auf den Weg, um Michael auf der zweiten Runde etwas "beizustehen". Ich will nicht neben ihm herfahren, aber immer wieder an der Strecke stehen, ihn anfeuern und sehen wie es ihm geht. Das Wetter ist nicht mehr schön. Es ist windig und dunkle Wolken zeigen, dass die Vorhersage vermutlich nicht ganz falsch war.
Egal, damit ist es nicht mehr zu warm. Aber für mich wird es zunehmend zu kühl. Ich habe noch immer meine Laufklamotten an und nur ein Jacke darüber. Michael geht es gut. Ich sehe, dass er mit der Distanz kämpfen muss. Er kämpft weiter, mir wird es immer kälter. Vor seinen letzten Kilometern verabschiede ich mich in Richtung heißer Dusche.
Als wäre es ein Signal, beginnt der lange vorhergesagte Regen. Ich flüchte mich in Richtung S-Bahn und damit Richtung Wohnung. Michael muss trotz sehr starkem Regen, mit Hagel durchsetzt, seinen Weg zum Ziel fortsetzen. Und er schafft sein Ziel! Super!
Diesen schönen Tag (da kann das Wetter nichts mehr daran ändern) beschliessen wir gemeinsam (Julia, Maria und Christian müssen uns zuerst verlassen) bei einem sehr guten Essen.

Und Michael schreibt, dass das nicht sein letzter Marathon gewesen sein wird.


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